Glühweincup Hockenheim – November 2014

Der Glühweincup 2014 ist vorbei und es ist Zeit für einen Rückblick.

Dieses Jahr war das erste Jahr an dem wir uns entschlossen eine fünfte Klasse, die 4WD Klasse, zum Rennen zu zu lassen. Viele fragten sich wieso wir uns das antun wo doch das Tageslichtfenster bei einem Rennen im November so klein ist und die Teilnehmerzahl im Cup so hoch. Der Grund war ein ganz einfacher: Nachfrage! Wir haben gesehen, dass einige Einsteiger und Neulinge eben keine Wettbewerbsautos und keine 2WD Autos fahren aber Lust haben an einem Rennen teil zu nehmen. Hierfür gibt es fast nirgends die Gelegenheit. Wieso sie also ausschließen?  So gesellte sich die Klasse 4WD zu den anderen vier: Tourenwagen, Truck, Formel und Porsche.

Wie in den vergangenen beiden Jahren auch, öffnete die Nennung zum Event genau am 10.10.’14 um 22:10 Uhr. Zwar war sie nicht so schnell ausgebucht wie im Vorjahr, aber auch hier war nach 45 Minuten Schluss – alle ausgeschriebenen Plätze waren belegt. Aus der Warteliste wurden dann die Gruppen aufgefüllt was am Ende eine genannte Teilnehmerzahl von knapp über 90 Fahrer ergab. Rekord!

Die Tage vor dem Cup waren für das Team geprägt von Vorbereitungen. Zelte aufbauen, Renovierungsarbeiten und vieles mehr ehe bereits am Mittwoch die ersten Wohnmobile und Wohnwägen am Ring eintrafen. Spätestens Donnerstag begann sich der Campingplatz und vor Allem die Strecke deutlich zu füllen. Zwar bot die Strecke am Anfang noch relativ wenig Grip – die Strecke wurde gerade mal zwei Wochen vorher nach der DTM wieder aufgebaut und durch mittelmäßiges Wetter gab es noch nicht so viel Fahrbetrieb – aber dennoch drehten viele Piloten bereits eifrig ihre Runden. Spätestens Freitag, an dem mindestens die Hälfte aller Starter schon vor Ort waren, kam der Grip dann mehr und mehr um für das Wochenende gute Bedingungen bieten zu können.

Ein Fragezeichen für den Cup war noch das Wetter. Die Wettervorhersagen waren sich die ganze Woche über nicht einig wie es an diesem Wochenende sein würde. Kalt, dunkel oder Sonnig oder gar Regen? Letztendlich hatten wir einen durchwachsenen Donnerstag mit leichtem Regen am späten Nachmittag und perfekte Tage Freitag, Samstag und Sonntag, trocken mit viel Sonne. Glühweincup Wetter eben! Vergessen ist der verregnete Cup vom letzten Jahr! Ein Ausrutscher eben!

Samstag Vormittag konnte noch frei trainiert werden. Wegen der vielen Gruppen und des kurzen Tageslichts musste aber schon um 11 Uhr mit den zwei Trainings Durchgängen begonnen werden – wie ein Vorlauf: 5 Minuten mit Wertung. Diese beiden Durchgänge bestimmten die Gruppeneinteilung für die je drei Vorlaufdurchgänge am Mittag. Ein Problem mit der Zeitnahme führte dazu, dass die ersten drei Gruppen ihren ersten Vorlauf am Ende der Vorlaufdurchgänge noch einmal wiederholen musste. Aber schon bald stand fest, dass Bernard-Alain Arnaldi und Markus Feldmann bei den Tourenwagen die Pace an diesem Wochenende angeben würden.

Unmittelbar nach den Vorläufen begannen die Vorbereitungen auf das Nachtrennen am Samstagabend. Es hatten sich 11 Teams mit 2 bis 4 Fahrer gefunden welche mit einem oder bis zu vier Fahrzeugen das 2 1/2 Stunden Rennen in Angriff nehmen wollten. Die Teamnamen waren so originell wie die sensationell beleuchteten Fahrzeuge! Eine Stunde konnten die Teams sich auf das Rennen vorbereiten – dies wurde auch eifrig genutzt und die Konkurrenz konnte schon sehen, dass wie letztes Jahr, das SCS M2 Team wohl dieses Jahr wieder ein Siegkandidat sein würde. Ernst Utz hatte, wie im Vorjahr, ein sensationell beleuchtetes Fahrzeug – diesmal ein Pickup – auf die Beine gestellt. Aber auch der Gruppe C Renner von Timo Nau sowie diverse andere toll beleuchtet Fahrzeuge machten den Zuschauern alle Freude. Und da hatte das Rennen noch nicht einmal begonnen!

Foto (c) http://brcnews.net

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Kurz nach 19 Uhr ging es dann los. Das 11 Fahrzeuge starke Fahrerfeld startete hinter einem Pace Car mit Rundumlicht in den Lauf. Drei Runden wurde das Feld um den Kurs geleitet ehe das Feld freigegeben wurde. Es entwickelte sich ein spannendes Rennen welches viele Teams mit Defekten vor einige Schwierigkeiten stellte. Es wurde aber durchgehend sehr fair gefahren und es kam kaum zu Berührungen zwischen Fahrzeugen denn alle wussten, dass das Rennen nicht in einem einzigen Zweikampf entschieden werden würde. Beide SCS Teams konnten mit enorm schnellen Rundenzeiten aufwarten. Aber auch Here for Beer, die Crash Test Dummies und die Lightning Nightblinds schlugen sich hervorragend. Gegen Rennmitte lagen die Lightning Nightblinds hinter SCS M2 auf Platz zwei, wurden dann aber von mehreren Defekten gebremst und fielen auf den dritten Rang zurück. Auch SCS M2 musste die Führung an Here for Beer abgeben und auch die Crash Test Dummies ziehen lassen. Zwar konnten sie durch die schnellste Pace die Lightning Nightblinds noch vom Treppchen verdrängen, für mehr als den dritten Platz reichte zwar die Pace aber die Zeit leider nicht mehr. Und so ging das Rennen auch zu Ende:

Glühweincup at Night II: Top 5, VG5 Mixed

  1. Here For Beer, Weiler, Denzel, Nau (DE) - 340/2:30:03,70
  2. Crash Test Dummies, Donovan, Wybranietz, Honert (DE) - 331/2:30:12,08
  3. Scs M2 Genius, Flakowski, Arnaldi, Michelberger, Timm (DE) - 328/2:30:14,12
  4. Lightning Nightblinds, Hagel, Utz, Franz, Van Zeist (DE) - 325/2:30:07,64
  5. Scs M2 Genius Team Deutschland, Leopoldt, Ricklefs, Haacke (DE) - 317/2:30:15,83
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Am folgenden Morgen ging es dann gleich los mit den Finalläufen in der Tourenwagen Klasse. Wie zu erwarten war, konnte Bernard-Alain Arnaldi sich die Pole Position mit einem winzigen Vorsprung vor Markus Feldmann sichern. Auf Platz drei und vier folgten dann Markus Michelberger und Dominik Winkler. Als nächstes stand das Finale 4WD auf dem Plan. Immerhin fünf der sieben gestarteten Fahrzeuge konnten den Lauf beenden – der bis dato führende Frankie  Faughn schied leider durch einen Unfall aus. Das Endergebnis in der Klasse 4WD sah dann so aus:

Glühweincup VIII: Top 5, VG5 4WD

  1. Pfarrer, Andreas (DE) - 63/30:10,20
  2. Huy, Oliver (DE) - 60/30:21,73
  3. Schmidt, Jörg (DE) - 59/30:17,79
  4. Schmidt, Miguel (DE) - 58/30:12,99
  5. Klein, Marco (DE) - 48/30:16,75
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In der Mittagspause wurde die Tombola ausgelost. Hier ergeht nochmals ein Dank an die beteiligten Firmen welche Preise im Gesamtwert von ganz deutlich über 1500,-€ gespendet haben. Danke an Mielke ModelltechnikDW-Racing, Lightscale, SCS M2, DITODITO und HRC-Parts! Verlost wurden unter Anderem ein Renn-Motor, Airboxen, Spoiler, Gutscheine, ein Auspuff und Karosserien. Die Gewinner werden mit Sicherheit viel Freude an den Preisen haben!

Nach der Mittagspause folgte dann die Finale Truck, Porsche und Formel. Bei den Trucks war die Sache relativ schnell klar, Horst Maurer würde, wie im Vorjahr,  das Rennen machen. Mit blitzschnellen Rundenzeiten setzte er sich von der Konkurrenz ab. Hinter ihm setzte sich Manuel Soder gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich souverän den zweiten Platz vor Dietmar Köster. Das Rennen war aber auch von vielen Ausfällen geprägt. Am Ende fuhren nur vier Fahrzeuge über die Ziellinie. Und so endete das Truck finale nach 30 Minuten:

Glühweincup VIII: Top 5, VG5 Truck

  1. Maurer, Horst (DE) - 71/30:19,61
  2. Soder, Manuel (DE) - 67/30:10,99
  3. Köster, Dietmar (DE) - 66/30:20,34
  4. Schaefer, Thomas (DE) - 58/29:13,85
  5. Teutsch, Steffen (DE) - 43/19:47,77
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Weiter mit den Porsche. Hier wurde das Rennen geprägt von einem spannenden Duell zwischen Markus Strubich, welcher zunächst die Führung inne hatte und Mark Wybranietz. Lange zeit folgten sich die beiden sehr dicht und fair. Am Ende konnte Mark das Rennen für sich entscheiden und Markus konnte nicht mehr ganz das Tempo mitgehen, er sicherte sich jedoch noch den zweiten Platz vor Thorsten Hoffmann der wiederum dicht gefolgt wurde von Michael Gerhard und Sebastien Elsner. Insgesamt ein sehr spannendes und sehr faires Rennen das wie folgt endete:

Glühweincup VIII: Top 5, VG5 Porsche

  1. Wybranietz, Mark (DE) - 72/30:00,12
  2. Strubich, Markus (DE) - 72/30:14,47
  3. Hoffmann, Thorsten (DE) - 71/30:03,99
  4. Gerhard, Michael (DE) - 71/30:06,02
  5. Elsner, Sebastian (DE) - 71/30:17,19
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Das Formel Finale war geprägt von Clark Wohlert und Markus Michelberger welche auch schon im Qualifying die schnellsten Rundenzeiten in den Hockenheimer Asphalt haben brennen können. Dahinter Ernst Utz und Thorsten Hoffmann. Utz war der Einzige der das Tempo der beiden Führenden halbwegs mitgehen konnte, schied aber wegen eines technischen Defekts aus. Markus konnte Clark lange sehr dicht folgen und den Dormagener unter Druck setzen. Clark ließ sich aber nicht beirren und zog unbeeindruckt seine Runden. Ein kurzer Rutscher von Markus sicherte ihm wieder etwas Luft zum atmen – schließlich ging Markus der Sprit aus – ein defekter Tankdeckel vermutlich. Nach kurzer Pause konnte Markus das Rennen wieder aufnehmen – noch immer auf Platz zwei liegend jedoch nur noch knapp vor Thorsten Hoffmann. Clark konnte in der Zwischenzeit schon den Schongang einlegen und rollte zum sicheren Sieg. Danach auf den Plätzen:

Glühweincup VIII: Top 5, VG5 Formel

  1. Wohlert, Clark (DE) - 72/ 30:23,97
  2. Michelberger, Markus (DE) - 69/ 30:06,92
  3. Hoffmann, Thorsten (DE) - 69/30:07,69
  4. Leue, Peter (DE) - 62/30:14,06
  5. Hausler, Thorsten (DE) - 49/23:00,17
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Nach der Formel Klasse waren es die Tourenwagen die das Wochenende beendeten. Bernard-Alain Arnaldi startete von der Pole, dahinter Markus Feldmann. Arnaldi konnte die Führung in den ersten Minuten behalten, Markus schenkte dem Franzosen jedoch keine Ruhe und folgte ihm Runde um Runde mit einem Abstand unter einer halben Sekunde! Zwar berührten sich die beiden Champions ein mal, Markus ließ Bernard-Alain jedoch als fairer Sportsmann wieder vorbei und setzte die Hatz fort. Leider wurde diese jäh beendet durch einen Einschlag von Arnaldi in den Zaun vor dem Fahrerstand. Ein Akkukabel hatte sich gelöst und das Fahrzeug ließ sich nicht mehr steuern. Ab diesen Moment übernahm Markus die Führung die er bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollte. Der amtierende Europameister setzte nach einer kurzen Reparaturpause das Rennen fort. Nach einem abermaligen Versagen des Akkusteckers stellte er jedoch sein Fahrzeug in der Boxengasse ab. Markus Michelberger erbte den zweiten Platz knapp vor Maximilian Horning. Hornig hatte eine grandiose Aufholjagd hinter sich nachdem er Anfang ans Ende des Feldes zurück gefallen war. Um Michelberger gefährlich zu werden reichte es gegen Ende aber doch nicht mehr. Die Tourenwagen gingen wie folgt über die Ziellinie:

Glühweincup VIII: Top 10, VG5 Tourenwagen

  1. Feldmann, Markus (DE) - 77/30:02,08
  2. Michelberger, Markus (DE) - 76/30:08,10
  3. Hornig, Maximilian (DE) - 76/30:12,45
  4. Weigerding, Marco (DE) - 75/30:23,00
  5. Van Hüth, Andreas (DE) - 73/30:03,15
  6. Vanhaesendonck, Emmanuelle (BE) - 73/30:25,09
  7. Kiesele, Ralf (DE) - 72/30:24,78
  8. Mielke, Michael (DE) - 70/28:37,82
  9. Blanck, Alexandre (FR) - 61/27:10,92
  10. Arnaldi, Bernard-alain (FR) - 51/20:13,36
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SiegerehrungNach den Finalen fanden die Siegerehrungen mit einem Knall ihr Ende – wie in jedem Jahr hatten wir noch einige Raketen von Sylvester übrig und feierten unter deren Licht und Knall das Ende des Glühweincup 2014. Von Seiten der Zeitnahme und Rennleitung ist nur zu sagen, dass alle Fahrer extrem beherrscht gefahren haben – es musste kaum eingegriffen und der knappe Zeitplan konnte mit Hilfe Aller eingehalten werden. Kaum Unfälle, keine großen Schäden an den Fahrzeugen und viel Spaß – also ein voller Erfolg!

Wir danken allen Teilnehmern, allen Helfern und allen Sponsoren und freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr – der bereits neunten Ausgabe des Glühweincup!

 

Als kleines Schmankerl zum Schluss hier noch das Finale in Bild und Ton:

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